Auf den Laufstegen dieser Welt ist buntes Leder einer der neuen Frühjahrs-Trends in Sachen Mode. Muss das sein? Wir zeigen dir, dass auch nachhaltige Modealternativen dein neuer Lieblingstrend 2020 werden kann.

Mode-Trend im Frühjahr 2020: Buntes Leder

Buntes Leder ist bisherigen Modenshows aus aller Welt nach zu urteilen DER Frühlings-Trend 2020. Schon seit mehreren Saisons spielt das Material aus Tierhaut in der Modewelt eine entscheidende Rolle und zieht sich wie ein roter Faden durch sämtliche Modekollektionen namhafter Designer und Modemarken.

Im Frühling sollen demnach schwingende Röcke, fließende Tops aber auch Parka, Blazer und Leggings in den Saison-Farben Türkis, Lachs, Zitronengelb oder Flaschengrün aus Leder die warme Jahreszeit einläuten. Kombiniert werden die Leder-Klamotten mit einem Mix aus weichen und fließenden Stoffen wie Seide oder Strick. Dass Leder in den meisten Fällen keine nachhaltige Option ist unter der nicht nur Umwelt und Tier, sondern auch die Hersteller*innen bei der Produktion leiden, ist jedoch schon lange kein Geheimnis mehr. Du möchtest nachhaltig und trotzdem trendy im Frühling 2020 unterwegs sein? Wir zeigen dir, welche Mode-Alternativen es gibt.

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Nachhaltig durch’s Frühjahr mit diesen Fair Fashion-Trends

Neben buntem Leder zeigen Fashionweek und Co. aber auch noch andere Frühjahrs-Trends, die nicht nur super schick und alternativ aussehen, sondern gleichzeitig auch definitiv die nachhaltigere Alternative zu gegerbter Tierhaut darstellen. Das liegt unter anderem daran, dass sich viele Modeunternehmen für das kommende Jahr nachhaltigere Ziele gesteckt haben und einen bewussteren Konsum mit zeitlosen Stücken in ihren Kollektionen befürworten.

Designer setzen demnach mehr auf ganzheitliche Looks und Qualität statt Quantität. Im Bereich Fair-Fashion sind Modepieces aus Leinen im Frühling und Sommer besonders gefragt. Außerdem sind Vintage-Jeans, die sich schon in den letzten Jahren Stück für Stück in die Kleiderschränke modebewusster Fashionistas etabliert haben, wieder absolut hipp. Hier werden Omas, Opas, Mamas und Papas Kleiderschrank zum absoluten Schlaraffenland, wenn es um die Hosen der 70er und 80er Jahre geht. Einfach mal stöbern und sich inspirieren lassen.

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Auch Naturmode in Naturtönen ist 2020 absolut gefragt. Diese ist nicht nur locker und bequem, sondern auch ein zeitloser Hingucker, aufgrund der Qualität und des schlichten Designs. Insbesondere erdige Beigetöne sind hier die Lieblingsfarben des Jahres und können entweder als farbliches Highlight oder Ton-in-Ton dein Fair Fashion-Outfit perfekt in Szene setzen. Natürlich dürfen auch die Kleider in dieser Saison nicht fehlen. Hier sind insbesondere Wickelkleider und solche mit aufregendem Schlitz in diesem Jahr besonders gefragt. Durch den Schnitt können die Kleider entweder locker, offen oder geschlossen gebunden werden. Das macht sie vielfältig einsetz- und kombinierbar. Solche Kleider findest du nicht nur in nachhaltige Mode-Shops aus hochwertiger Baumwolle oder Jersey, sondern auch in vielen Secondhand-Läden oder bei Kleidertausch-Anbietern.

Zu guter Letzt ziehen in diesem Jahr auch die Retro-Prints der 60er und 70er Jahre in den modernen Kleiderschrank des 21. Jahrhunderts. Egal ob Rock, Kleid, Bluse oder Hose – hier spielen möglichst bunte und verrückte Muster die Hauptrolle und peppen dein Outfit so richtig auf. Falls dein Kleiderschrank bisher eher schlicht aufgestellt ist, du aber ein schickes Retro-Teil suchst, wirst du nicht nur in der Kommode deiner Eltern und Großeltern sicherlich fündig, sondern auch auf Flohmärkten und inzwischen auch einigen nachhaltigen Modeshops.

Unser Fazit: Back to the roots mit nachhaltiger Fashion

Nicht nur die Slow-Fashion Industrie, sondern auch immer mehr namhafte Modedesigner und -marken setzen in diesem Frühjahr auf nachhaltige Modealternativen. Auch, wenn weiterhin Artikel aus Leder eine große Rolle im Modebusiness spielen, ist der wachsende Trend Richtung nachhaltiger und fairer Mode, die im besten Fall sogar recycelt ist auf jeden Fall in der Modewelt angekommen.

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Das zeigen frühere Mode-Stile der 60er bis 80er Jahre: Vintage-Jeans, Wickelkleider oder Kleider mit Ausschnitt und bunte Retro-Looks, die unter anderem wieder absolut modern sind und ein großes Come-Back feiern. Ein weiterer Pluspunkt dieser Mode-Trends ist, dass sich die coolsten und auffälligsten Stücke insbesondere bei der Verwandtschaft im Kleiderschrank verstecken und gar nicht unbedingt neu gekauft werden müssen. Keine Panik, wenn du hier nicht fündig wirst: Es gibt online inzwischen große Kleidertausch-Anbieter, deren Nutzer*innen nicht nur gebrauchte Kleidung zum Verkauf, sondern auch zum Tausch anbieten. Hier wartet sicher auch der ein oder andere Vintage-Schatz oder Retro-Look auf dich. Solltest du dennoch nicht auf den Leder-Look verzichten wollen, gibt es inzwischen einige Hersteller, die auf vegane Leder-Alternativen wie zum Beispiel Pilz, Blätter oder Kork setzen und das ein oder andere Fashion-Piece parat halten.

Letztendlich steht an erster Stelle, sich in seiner Kleidung rundum wohl zu fühlen. Dafür muss nicht jedem neuen Modewahnsinn nachgejagt werden, denn du entscheidest, was für dich Trend ist und was nicht. In der heutigen Modewelt ist es nicht nur In sich in den neusten Klamotten in den Farben der Saison zu präsentieren, sondern sich auch über seinen Konsum und die Herstellungsbedingungen seiner Kleider bewusst zu sein. Unter diesen Bedingungen, ist doch jeder von uns ein kleines Stück Trendsetter.

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