good guys vegane boots und schuhe

Der Good Guy der Schuhindustrie – vegane Schuhe aus Frankreich

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Schuhe für verschiedene Anlässe, die cruelty-free und fair sind sorgen für ein Happy End

Guru-guru, kein Blut klebt im Schuh. Cinderella und Good Guy Prince Charming sind glücklich, denn das gewisse „Savoir-faire“ beweist Pionier Good Guys don’t wear leather mit dessen Kollektionen als erstes veganes Schuhlabel Frankreichs. Gründerin Marion Hanania erzählt uns im Interview mehr zu ihrer Mode-Innovation.

Nachhaltige Mode.de: Marion, bitte stell uns dich und deine Marke doch einmal kurz vor.

MARION HANANIA: Hi, mein Name ist Marion Hanania, Pariser Schuh-Designerin, Veganerin und Tierliebhaberin. Ich habe Good Guys 2011 gegründet, weil ich der „Welt“ eine schöne und breite Auswahl an tierversuchsfreien und veganen Schuhen für Männer und Frauen bieten wollte. Ich wollte mich von Fast Fashion losreißen, ich habe damals als Freelancer für verschiedene Schuhhersteller gearbeitet, und wollte meine eigene Firma gründen und nur anbieten, was notwendiger Bestandteil unserer Garderobe und 100% tierversuchsfrei, nachhaltig und fair-trade ist.

Welche grundlegenden Prinzipien vertritt Good Guys?

Wir arbeiten innerhalb der EU, unsere Schuhe werden unter Fair-Trade-Bedingungen in Portugal, Spanien und Schweden produziert. Wir sind so umweltfreundlich wie nur möglich, wir suchen nach innovativen Materialien und – am allerwichtigsten – wir stellen 100% tierversuchsfreie, VEGANE SCHUHE her. Unser Grundgedanke war es, stylische, gemütliche und qualitativ hochwertige vegane Schuhe herzustellen.

Mit welchen Partnern arbeitet ihr für die Schuhherstellung zusammen?

Frankreichs erste vegane schuhmarke

Wir arbeiten seit 2011 mit einem Lieferanten in Portugal zusammen und haben mittlerweile weitere Lieferanten neben unserem Partner seit 10 Jahren. Wir arbeiten mit innovativen Materialien, die wir aus Spanien, Portugal und Italien erhalten. Einer von ihnen ist „APPLESKIN“ und ihr veganes Leder aus Apfelresten, das ist umweltfreundlich und wird in Italien hergestellt.
Wir arbeiten mit einem Lieferanten aus Schweden für spezielle Artikel wie Clogs zusammen, weil sie das Fachwissen, das „savoir-faire“ haben.

Welche veganen Materialien mögt ihr am liebsten?

Das vegane Leder APPLESKIN und Mikrofaser aka veganes Velourleder (vegan suede), weil sie Leder und Veloursleder perfekt nachahmen und so gut aussehen. Ich liebe es, den Leuten zu erklären, dass das kein Leder oder Veloursleder ist und dann die Gesichter zu sehen, wenn sie erkennen, dass die Alternative zu Leder/ Veloursleder wirklich funktioniert. Wer will keine veganen Schuhe, wenn sie doch gut aussehen?

In Frankreich war Good Guys die erste vegane Schuhmarke. Wie hat sich der Markt in den letzten Jahren entwickelt.

Im Jahr 2011 war es eine echte Herausforderung. Oft wurde ich auf Fashion Fairs aufgezogen mit Sprüchen wie „Also, können wir die essen oder?“ und Skepsis: „Halten die? Können meine Füße darin atmen?“.
Es war auch spannend, die Modeindustrie in gewisser Weise aufzuklären. Ich habe dazu eine Geschichte, die ich euch unbedingt erzählen muss:

leder boots vegan schuhe

Unerwartet habe ich mit einem sehr prominenten Fashion-„Geschäftsmann“ telefoniert, um Good Guys don’t wear leather vorzustellen. Er sagte mir, bei veganen Schuhen denke er automatisch an „Hippies, die Schafe in den Bergen großziehen und das nicht mögen“… Obwohl ich überhaupt nichts gegen ein Leben in den Bergen mit Schafen habe, antwortete ich, es sei nicht war und Stella McCartney sei vegan und produziere vegane Kollektionen bereits seit langem. Darauf reagierte er mit: „Das ist nicht war, Sie haben unrecht“ und ich erwiderte „Ich versichere Ihnen, es ist zu 100% wahr, prüfen Sie ihre Arbeit und sehen sie selbst. Wussten Sie, dass Paul McCartney Veganer ist?“ Er war recht geschockt und da er an seinen vorurteilsbehafteten Vorstellungen von Veganismus festhielt, gewann ich unsere kleine Auseinandersetzung, aber ich hatte den Eindruck, es würde noch einiges an Arbeit vor mir liegen.

Heutzutage ist Veganismus extrem präsent, fast überall, so viele Marken poppen auf mit der perfekten Marketingstrategie und einem einzigen Produkt, um den bewusster handelnden Kunden zufriedenzustellen. Ein sehr positiver Aspekt ist die Entwicklung der Kunden, ihr größeres Bewusstsein und das Hinterfragen der Herstellungsweise ihrer Kleidung oder Schuhe. Das öffnet neuen veganen Stores und Restaurants in Paris viele Türen. Man hat einen „nachhaltigeren und langlebigeren“ Ansatz bei der Wahl seiner Kleidung. Also hat es sich verändert, und zwar zum besten!

Ist Good Guys auch auf internationalen Märkten vertreten?

Ja, wir verkaufen hauptsächlich in Frankreich, Deutschland und den USA, aber wir haben Vertriebspartner*innen und Kunden*innen auf der ganzen Welt: aus Spanien, Japan, Australien, England etc.

Wie würdest du den Style eines typischen Good-Guys-Kunden beschreiben?

Ich würde sagen, nicht unbedingt vegan, aber sehr interessiert an „Nachhaltigkeit“ und „Mode“, aber ein großer Teil unserer Kund*innen sind Veganer*innen, die nach qualitativ hochwertigen und stylishen veganen Schuhen suchen.

Wo siehst du Good Guys in den nächsten Jahren?

vegane faire sneaker

Also, 2020 ist für uns alle ein schweres Jahr, trotzdem feiern wir Ende des Jahres unser 10-jähriges Jubiläum. Wir haben spannende Kooperationen geplant und wir haben einen Teil unserer Produktion zu einem neuen Ausstatter in Portugal verlegt, um neue Arten von Designs und spezielle Produkte rauszubringen. Ich modelliere unsere Website um, damit sie effizienter und spannender durch News und Blogs etc. wird. Ich bin also sehr positiv gestimmt für das Ende des Jahres 2020.


Ein Beitrag von: Marlit Kumpf
Bilder: Good Guys don’t wear leather

Lies auch: „One garment at a time“ – die Modebranche Stück für Stück verändern

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