INTERVIEW I Mal wieder spät dran? Mit den nachhaltigen Uhren aus Holz von Clockwood wird Zuspätkommen zum Fremdwort.

Sind Handy und Laptop mal nicht zur Hand, um die Uhrzeit anzuzeigen, bleibt doch immer die gute alte Armbanduhr am Handgelenk. Hier bezahlt man jedoch oftmals viel Geld für die Marke anstatt für Nachhaltigkeit und die Verwendung möglichst weniger Ressourcen. Clockwood setzt in der Uhrenbranche ein Zeichen und bietet nachhaltige Holzuhren aus Restholz an.

Wie kam es zu Clockwood? Was macht die Uhren aus und wie sieht es mit Greenwashing in der Uhrenindustrie aus? All das und mehr erfährst du im Interview mit Gründer Sven Erik Stando.

Nachhaltige-Mode.de: Sven, erzähl uns die wichtigsten Keyfacts über Clockwood.

Sven: Seit 2017 designen wir Uhren aus Holz. Was als Hobby und kreatives Weihnachtsgeschenk begonnen hat, hat sich schnell zu einem echten Unternehmen entwickelt. Gestartet hat Clockwood allerdings ziemlich traurig mit dem Tod unseres Großvaters. Nachdem mein Bruder Björn und ich die letzten Stunden am Sterbebett gemeinsam verbrachten kam uns der Gedanke, wieder mehr Zeit miteinander verbringen zu wollen und gemeinsam etwas zu starten. Da sich diese Episode in der Badischen Uhrenstadt Pforzheim zugetragen hat, kamen wir auf die Idee aus dem kreativen Weihnachtsgeschenk eine Unternehmung zu machen. Clockwood war geboren. Unser erstes Modell haben wir daher auch nach unserem Opa Heinz benannt.

Bild: Clockwood

Welche Eigenschaften sollten nachhaltige Uhren deiner Meinung nach im Allgemeinen mitbringen?

Nachhaltige Uhren sollten vor allem von hoher Qualität sein und ihren Besitzer*innen lange Freude bereiten. Die nachhaltigste Uhr bringt nichts, wenn sie nach einem halben Jahr kaputt geht oder der/die Besitzer*in eine neue kauft, weil sie ihm/ihr nicht mehr gefällt. Des Weiteren sollten bei der Herstellung der Uhren oder Accessoires darauf geachtet werden, möglichst sparsam mit den eingesetzten Ressourcen umzugehen.

Eure Uhren werden ausschließlich aus Restholz hergestellt. Woher bekommt ihr das Holz und mindert das die Qualität eurer Uhren?

Das Holz kommt überwiegend als Restholz aus der Möbelindustrie. Unsere Lieferanten stellen sicher, dass es sich dabei stets um sehr hochwertiges Holz handelt.

Bild: Clockwood

Clockwood verwendet außerdem zur Herstellung seiner Armbanduhren keine gefährdeten Tropenhölzer. Gibt es Modemarken, die Holzuhren als nachhaltig deklarieren und dabei auf die gefährdeten Hölzer zurückgreifen? Was ist deine Meinung zu Greenwashing in der Uhren Branche?

Was andere Unternehmen machen, kann ich nicht bewerten. Greenwashing ist in der Uhrenindustrie aus meiner Sicht aber nicht so sehr verbreitet, wie in der Modeindustrie. Und jeder Schritt in Richtung nachhaltiges Wirtschaften ist aus meiner Sicht zu befürworten. Ich denke wir alle, egal ob Unternehmer*in oder Kund*in sollten uns hinterfragen, ob wir nicht ein kleines bisschen mehr machen können.

Eure Uhrwerke sind ausschließlich von Schweizer Herstellern. Was zeichnet diese Uhrwerke aus und was sagt die Schweizer Herkunft über die Langlebigkeit aus?

Unser Hersteller Ronda hat eine sehr lange Tradition in der Herstellung hochwertiger und langlebiger Quarzwerke. Grundsätzlich gibt es aber auch viele tolle Uhrwerkhersteller in Japan und inzwischen sogar einige neue Hersteller in China, die sehr gute Qualität anbieten. Wir haben uns trotzdem für einen der renommiertesten und bekanntesten Hersteller entschieden.

Bild: Clockwood

Clockwood ist PETA Approved. Das bedeutet, dass eure Produkte allesamt vegan sind. Welche nicht-veganen Eigenschaften können Armbanduhren bis auf Lederarmbänder sonst noch aufweisen?

Grundsätzlich können neben den angesprochenen Lederarmbänder auch Kleber oder Versiegelungen tierische Produkte beinhalten.

Gibt es etwas an den Clockwood-Uhren, dass dich in puncto Nachhaltigkeit derzeit noch stört und wo du noch Optimierungsbedarf siehst?

Wir versuchen permanent weitere Schritte Richtung Nachhaltigkeit zu gehen. Sei es den Transport noch umweltfreundlicher zu gestalten, die Verpackungen noch weiter zu verkleinern oder die Retourenquote weiter zu verringern, indem wir unseren Kund*innen noch bessere Produkte anbieten.

Wie möchtet ihr durch die Produkte von Clockwood unseren Planeten ein klein wenig besser machen im Zuge des Umweltschutzes und der Ressourcen?

Ich glaube, wenn wir einige Leute davon überzeugen können auch bei ihrer Mode und ihren Accessoires auf vegane Produkte zu setzen und unseren Kund*innen mit unseren Produkten eine Verbindung zur Natur an die Hand geben, ist uns das schon gelungen.

Vielen Dank für das Interview, Sven!

Dir schwebt nun auch noch eine Frage im Kopf herum, die du gerne an Clockwood stellen möchtest?

Dann schreib sie in die Kommentare – wir freuen uns auf den Austausch mit dir!

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