INTERVIEW I Ketten, Ohrringe und Ringe aus recycelten und nachhaltigen Materialien – ist das möglich und wenn ja, wie? Hier erfährst du mehr über ressourcenschonenden Schmuck.

Zwei beste Freundinnen, eine Mission – nachhaltige, funktionale und schöne Schmuckkollektionen zu kreieren und dem herkömmlichen Modeschmuck-Markt die Stirn bieten. Daraus entstand das innovative Schmucklabel ALEXASCHA, welches für langlebigen, puristischen und transparenten Schmuck mit zeitlosen Designs aus haltbaren Materialien steht.

Woher stammt das nachhaltige Material für die Schmuckkollektionen, wie sehen die Schmuckstücke aus und was ist die Bauhaus-Kollektion? Fragen, die Mitgründerin Alexandra Bauer für euch im Interview beantwortet.  

Bild: ALEXASCHA

LifeVERDE: Alexandra Bauer, bitte erzählen Sie uns etwas über ALEXASCHA. Was steckt hinter dem Unternehmen?

Alexandra Bauer: Hinter ALEXASCHA stehen zwei Designerinnen und beste Freundinnen, die zusammen die mutige Entscheidung getroffen haben ein Unternehmen in ständigem „Learning-by-doing“-Prozess zu gründen. Dies auf einem so vollen Markt mit einem enormen Wettbewerb wie Schmuckmarkt. Und dann auch noch mit der Vision Produkte zu entwickeln, die gleichzeitig funktional, zugänglich, haltbar, schön und nachhaltig sind. Eine Herausforderung, die wir sehr gerne angenommen haben, weil wir sehen, wie sich die Einstellung zum Konsum in der Gesellschaft jeden Tag zum Guten verändert und wie viel Interesse unsere Produkte, das Konzept und die kreative Mitarbeit bei einem nachhaltigen Unternehmen wecken.

Wenn du die Schmuckkollektionen von ALEXASCHA in drei Worten beschreiben müsstest, welche fallen dir dabei als erstes ein?

• Langlebig dank des zeitlosen Designs und der haltbaren Materialien
• Puristisch, denn wir verzichten gern auf das Unnötige
• Transparent – so wie unser Lieblingsmaterial Glas und unsere Unternehmenskultur

Woher bezieht ihr das Material eurer Schmuckstücke und wie stellt ihr sie her?

Wir sind stolz darauf unsere Produkte so entwickelt zu haben, dass sie maximal aus 3 Komponenten bzw. Materialien bestehen und aus unserer eigenen Manufaktur kommen. Zerlegt man ein Schmuckstück, so kann man die Wege dieser wenigen Bestandteile auf der EU-Karte nachverfolgen und feststellen, dass sie auch in der globalen Welt ziemlich kurz sein können.

Bild: ALEXASCHA


Was bedeutet für euch bewusster Konsum in der Schmuckbranche?


Der bewusste Konsum ist etwas, was mehr Aufmerksamkeit bei weniger Shoppen erfordert. Ein Blick hinter die Kulissen eines Unternehmens, um sicher zu sein, dass die Produkte ein gutes Karma haben. Die Frage an sich selbst „Brauche ich das wirklich?“ und eine ehrliche Antwort darauf. Und nicht zuletzt der scharfe Blick auf das Design und die Beschaffenheit der Produkte, denn nur minimalistische und hochwertige Schmuckstücke werden ein wirklich langes Leben haben und nicht dem veralteten Muster des Wegwerfens und der Neuanschaffung zu jedem neuen Trend entsprechen.

Was bedeutet für dich Nachhaltigkeit im Alltag und wie lebst du das beim Entwerfen neuer Schmuck-Kollektionen?

Die Nachhaltigkeit im Alltag ist mir seit meiner Kindheit bekannt und ist tief in meinem Charakter verankert. Ich bin in ärmeren Verhältnissen in einer schwierigen Zeit wie die 90er in Kasachstan aufgewachsen und früh gelernt, was verzichten heißt. Das fördert nicht zuletzt die Kreativität und – wer weiß – vielleicht bin ich auch deswegen Designerin geworden.
Die Freuden des schnellen Konsums habe ich erst nach der Übersiedlung nach Deutschland im Jahr 2001 kennengelernt und schon bald erkannt, wie sehr die Nachhaltigkeit mein Leben prägt. Auch die ersten Entwürfe basierten auf dem Wunsch die in meinen Augen wertvollen Materialreste zu schönen Stücken zu verarbeiten, die sonst für die Tonne bestimmt waren. Die Retterin in mir macht es heute noch – wir bei ALEXASCHA achten auf den sinnvollen Einsatz von jedem so kleinen Stückchen Leder, damit so wenig wie möglich im Müll landet und unseren Planeten belastet.

Eure Bauhaus-Kollektion besteht aus wiederverwerteten Glassteinen. Woher bezieht ihr die Glassteine und was macht die Kollektion noch nachhaltig?

Die Glassteine für unsere Upcycling-Kollektion PureForm stammen aus Restbeständen eines deutschen Herstellers und die Kollektion ist in vielerlei Hinsichten eine gute Wahl, wenn man auf der Suche nach nachhaltigem Schmuck ist. Die Wiederverwertung von einem sehr robusten Material wie Hartglas macht die Schmuckstücke beinahe unkaputtbar. Dieses kombinieren wir mit Edelstahl, der bis zu 6 Mal ohne Qualitätsverlust recycelt wird und eins der härtesten und in Bezug auf die Allergien der sichersten Metalle ist. Das Leder kaufen wir bei einer befreundeten Taschendesignerin ein und schneiden jedes Stückchen auf das jeweilige Schmuckstück genau abgestimmt aus. Außerdem setzen wir auf ein klares Design, dass sich nicht an den Trends orientiert und somit immer aktuell bleibt.

Welche Schmuckkollektion sind derzeit besonders beliebt bei ALEXASCHA und was macht sie aus?

Neben PureForm kommt die neue AVA Kollektion sehr gut an. Bei der Entwicklung haben wir auch hier einen klaren Akzent auf Langlebigkeit gesetzt und arbeiten mit Edelstahl, welcher unvergänglich und sehr robust ist. Dabei können wir die Preise im Vergleich zu Edelmetallen niedrig halten und müssen auch keine endlichen Ressourcen einsetzen. Da freuen sich unsere KundInnen und auch der Planet ganz besonders. Die Kollektion kommt nicht zuletzt wegen des minimalistischen Designs so gut an. Die Schmuckstücke sind nicht nur hochwertig in der Ausführung, sie überzeugen durch ihre klare Ästhetik und die unendlichen Kombinierungsmöglichkeiten.

Bild: ALEXASCHA

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Bildquellen: ALEXASCHA

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