Naturally stylische und plastikfreie Caps von robin

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INTERVIEW | Caps machen jedes lässige Outfit komplett aber sind sie auch nachhaltig? Die plastikfreien Caps von robin schon! Mehr dazu im Interview.

Sei es der klassische Bad Hair Day oder einfach, um das Outfit mit einem lässigen Accessoire aufzupeppen – Caps verschaffen Abhilfe und geben jedem Look ein gewisses Extra. Selten sind die Kopfbedeckungen jedoch nachhaltig hergestellt, da sie oft Plastik oder Polyester enthalten. Dem Problem wollte das innovative Label robin entgegenwirken. Die Marke gilt als eine der einzigen, die Caps und weitere Kopfbedeckungen ausschließlich aus nachhaltigen Materialien in Deutschland fertigt und setzt so ein Zeichen gegen die negativen Veränderungen der Umwelt.

Wie aufwendig ist eigentlich hinter der Anfertigung von Caps? Wann kann man eine Cap als nachhaltig bezeichnen und worauf achtet robin noch um nachhaltig zu handeln? Das und mehr erfährst du im interview mit Gründer Adrian.  

Nachhaltige Kopfbedeckung von robin (Bild: Janik Steiner)

Nachhaltige-Mode.de: Adrian, robin ist “naturally stylisch” – und was noch?

Adrian: Wie man von unserem Slogan ableiten kann, legen wir sehr großen Wert darauf, dass all die natürlichen, nachhaltigen Komponenten, die bei unseren Produkten zum Einsatz kommen, zu ästhetischen Unikaten geformt werden. Schon beim ersten Brainstorming für ein neues Produkt steht für uns fest, dass wir an unserer Philosophie festhalten und uns auf die Suche nach fairen, komplett plastikfreien Materialien begeben.

Neben unserem radikalen Naturfokus war es für uns von Anfang an klar, dass wir das Projekt Robin nur mit gutem Gewissen vorantreiben können, wenn alle Produkte in Deutschland gefertigt werden. Dadurch können wir die volle Transparenz gewährleisten und liefern auf unserer Webseite alle Informationen zu den Materialien und der Herstellung – ganz ohne versteckte Bestandteile. 

Unser großes Ziel bestand darin die ersten Caps zu entwickeln, die komplett frei von Plastik und Polyester sind. In der Zwischenzeit hat sich herausgestellt, dass wir mit Robin außerdem der wohl einzige Cap-Hersteller in Deutschland sind.

Die Marke robin entstand aufgrund der Umweltbelastungen. Was hat das mit der Herstellung von nachhaltigen Caps zu tun?

Das stimmt. Robin entstand aus der jahrelangen Beobachtung, der immer beunruhigender werdenden negativen Veränderungen der Umweltbedingungen. Besonders der gestiegene Verbrauch von Plastik macht sich deutlich in der Natur bemerkbar. Schlechte Arbeitsbedingungen in zahlreichen Ländern oder extrem lange Transportwege sind nur wenige Beispiele, wie sich der Fußabdruck der Menschheit auf die Natur auswirkt.

Vor einigen Jahren fragte ich mich deshalb, ob es denn bei den Caps, die ich quasi täglich seit meiner Jugend trage, auch nachhaltige, natürliche Alternativen gibt. Zusammen mit meiner Frau Martina, die glücklicherweise gelernte Hutmacherin ist, habe ich dann schnell herausgefunden, dass alle herkömmlichen Caps gespickt sind mit fragwürdigen Materialien wie Plastik und Polyester – hergestellt meist in Übersee unter schlechten Arbeitsbedingungen. Leider wird auf den gängigen Online Shops meist lediglich der Oberstoff angegeben. Der Endkonsument weiß deshalb nie wirklich, was er genau auf dem Kopf trägt und von wem.

Deshalb war es für uns klar, dass wir das Thema selber anpacken müssen. In meiner Abschlussarbeit habe ich dann das Geschäftsmodell zu Robin entwickelt und wir konnten schon bald unser erstes plastikfreies Cap-Muster in der Hand halten – handgefertigt von Martina.

Ein Teil des Sortiments von robin (Bild: Janik Steiner)

Unsere Produkte erfreuen sich einer immer größer werdenden Bekanntheit und einem sehr positiven Feedback. Dadurch ist es uns möglich, mehrmals im Jahr an soziale Vereine etc. zu spenden. Wir können mit reinem Gewissen behaupten, dass es bei Robin wirklich faire und nachhaltige Produkte – Made in Germany – gibt.

Auf eurer Webseite steht unter anderem, dass robin das wohl einzige Label ist, welches handgefertigte Caps komplett aus natürlichen Materialien in Deutschland herstellt. Ist das tatsächlich so und warum glaubst du, ist bisher noch niemand auf die Idee gekommen?

Ich gehe davon aus, dass die Idee auch schon bei einigen anderen in den Köpfen herumgeschwirrt ist. Jedoch wird zur Herstellung einer Cap ein fundiertes Textil- und Handwerks-Wissen benötigt. Was beim Anblick einer Cap natürlich nicht sofort klar wird ist die Tatsache, dass wir zur Fertigung einer Cap drei verschiedene Industrie-Nähmaschinen benötigen. Außerdem gibt es einen speziellen Ausbildungsberuf „Hutmacher/in bzw. Modist/in“, den jedoch nur eine Handvoll jährlich abschließt.

Umso glücklicher sind wir, dass wir gleich zwei gelernte Hutmacherinnen bei Robin haben, die die aufwändigen und hochwertigen Unikate in unserer eigenen Manufaktur entwickeln und anfertigen.

Was genau braucht es, um eine nachhaltige Cap herzustellen und worauf achtet ihr bei der Beschaffung der benötigten Materialien besonders?

Unsere Caps bestehen aus ca. 15 verschiedenen Bestandteilen – es variiert natürlich ein wenig bei den jeweiligen Cap-Modellen. Schon bei der Lieferanten-Recherche im Rahmen meiner Abschlussarbeit stand eine möglichst lokale Beschaffung im Fokus. Dieser Strategie sind wir seither treu geblieben und können heute voller Stolz behaupten, dass all unsere Materialien von europäischen Lieferanten stammen. Die meisten sogar aus Deutschland und Österreich. Dabei legen wir außerdem sehr großen Wert darauf, dass die Materialien eine zertifizierte Bio-Qualität aufweisen und mit einem möglichst kleinen Fußabdruck auf der Erde hergestellt werden.

Wir haben es geschafft, Caps und weitere Produkte aus nachhaltigsten Materialien in unserer Manufaktur im Allgäu herzustellen.

Die nachhaltigen Caps in der Herstellung (Bild: robin)

Die Caps werden in eurer Manufaktur im Allgäu hergestellt. Nimm uns bei dem Prozess von der Beschaffung der Materialien bis hin zur nachhaltigen Cap mit.

Unser Nachhaltigkeits-Gedanke beginnt bereits weit vor der Beschaffung der Materialien. Schon bei den ersten Produktideen für neue Caps überlegen wir uns, mit welchen natürlichen Materialien das Projekt umsetzbar sein könnte. Vom Garn über unser Kartonschild bis hin zu den Holzteilen und dem Oberstoff gibt es eine Vielzahl von Bestandteilen, die unseren strengen Nachhaltigkeits-Anforderungen standhalten müssen. Zum Glück haben wir mittlerweile einen großen Pool an Lieferanten, zu denen wir ein enges und freundschaftliches Verhältnis pflegen.

Der Prozess der Schnittentwicklung ist sehr aufwendig. Bis uns ein neues Cap-Modell zu 100% zufriedenstellt, drehen wir einige Schleifen – es ist wirklich Millimeterarbeit.

Haben wir dann alle Materialien gefunden und die Cap fertig entwickelt, geht es an die Optimierung der Arbeitsabläufe. Wie eine Cap bei uns das Licht der Welt erblickt, zeigen wir dir in unserem Manufaktur-Video:

Nun zu euren Cap-Kollektionen selbst: Beschreib einmal das Alleinstellungsmerkmal der robin-Caps und woran man sie erkennt. Geh dabei gerne auch auf eure Limited-Editions ein.

Was wir immer wieder als Feedback von unseren Kunden zu hören bekommen ist, dass neben der optimalen Passform die einmalige Qualität unserer handgefertigten Unikate begeistert. Und genau das wollen wir mit Robin erreichen. Jedes unserer Produkte soll das seltene, hochwertige Handwerk widerspiegeln. Die langjährigen Erfahrungen – kombiniert mit hochwertigsten und nachhaltigsten Materialien – sind direkt bei unseren Produkten sichtbar.

Wie vorhin schon erwähnt, haben wir vergeblich nach umweltverträglichen Caps gesucht. Deshalb haben wir’s uns zur Aufgabe gemacht, alle synthetischen Cap-Bestandteile durch 100% natürliche Materialien zu ersetzen. So verwenden wir bspw. das erste elastische Kartonschild aus 100% Altpapier, das vorne unter dem Stoff versteckt ist – bei herkömmlichen Caps kommt meistens ein Plastikschild zum Einsatz. Ebenso haben wir den Plastikverschluss der klassischen Snapback-Caps durch einen Echtholz-Verschluss ausgetauscht. Außerdem verwenden wir Garn aus Bio-Baumwolle, nicht aus Polyester. Natürlich haben wir die Caps auch vom Design her so entwickelt, dass wir zu 100% dahinterstehen können. Wer eine Robin-Cap trägt kann sich sicher sein, dass es keine anderen identischen Produkte zu finden gibt. Dabei sind wir der wohl einzige richtige Cap-Hersteller in Deutschland und zu 100% transparent.

So selten wie wir mit Robin in Deutschland als Bekleidungs- bzw. Accessoire-Hersteller sind, so rar sind auch manche Stoffe, die bspw. in Handarbeit in kleinen Familien-Betrieben überall auf der Welt entstehen. Deshalb haben wir uns vor Kurzem dazu entschieden, genau diese seltenen, hochwertigen Stoffe in unserer Manufaktur zu einzigartig nachhaltigen Unikaten zu verarbeiten. Dabei entstehen nicht nur Caps, sondern auch allerlei andere Produkte wie Hüte, Beanies Stirnbänder oder Taschen. Durch diese Limited Editions können Menschen unterstützt werden, die weniger privilegiert sind. Ausbildung, gerechter Lohn und damit finanzielle Unabhängigkeit sowie Schulbildung für ihre Kinder sind dabei wichtige Bausteine bei unseren Stofflieferanten in aller Welt.

Die robin-Kollektion getragen (Bild: Janik Steiner)

Neben nachhaltigen Caps habt ihr inzwischen auch Stirnbänder, Hüte, Mützen und weitere Kopfbedeckungen im Sortiment. Wie kam es zur Erweiterung des Sortiments und wollt ihr irgendwann auch nachhaltige Kleidung anbieten?

Die Nachfrage bei uns nach Produkten abseits der Caps ist stetig gestiegen. Und da wir die geballte Hutmacher-Kompetenz im Unternehmen haben, lag es auf der Hand, die Anfragen auch zu bedienen. Seit diesem Jahr haben wir neben den genannten Beanies, Stirnbänder und Hüten auch eine Tasche im Sortiment.

Bei der Zukunftsplanung wollen wir uns demnach nicht auf den Kopf beschränken… Es sind einige Produkte abseits des Kopfes in der Planung. Mehr wollen wir an dieser Stelle aber noch nicht verraten. Was jedoch sicher ist: Wir werden unserer Philosophie treu bleiben, egal was kommt: 100% Natur. 100% Made in Germany.

Vielen Dank für das Interview, lieber Adrian!

Dir schwebt nun auch noch eine Frage im Kopf herum, die du gerne an robin stellen möchtest?

Dann schreib sie in die Kommentare – wir freuen uns auf den Austausch mit dir!

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